Bemerkenswert

Unser Traum

Sie wollen eigentlich mit einem Segelflugzeug fliegen, weil das Wetter heute besonders gute Thermik verspricht. Dummerweise ist während der Woche niemand da, der sie hochziehen könnte. Am Wochenende ist schon wieder mieses Wetter angesagt. Wie wäre es, wenn sie einen Motorseler zur Verfügung hätten, den Sie selbst aufbauen könnten und der keinen Hallenplatz benötigt? Mit dem sie auch starten könnten, wenn an ihrem Platz keine Verbrennungsmotoren zugelassen sind?

Das war unser Traum und so haben wir Birdy (Vögelchen) entwickelt. Es handelt sich hierbei um einen einsitzigen, elektrisch angetriebenen Motorsegler mit sehr hoher aerodynamischer Güte, der die Anforderungen der 120-kg Klasse erfüllt. Das Birdy-Konzept ist auf Initiative von erfahrenen DVLL-Mitgliedern entstanden und soll beweisen, dass trotz des auf 120kg limitierten Leergewichts ein praxistaugliches, leicht und bequem zu fliegendes Flugzeug mit sehr hoher Segel- und Reiseflugleisting machbar ist. In Verbindung mit einem optimonalen Anhänger mit Photovoltaik-Modulen benötigt er außer einem Start- und Landefeld keine sonstige Infrastruktur oder Hilfspersonal.

Belastungstest

Am 12. Mai haben wir die offiziellen statischen Belastungstests unter Anwesenheit eines Prüfers begonnen. Hierbei wurde eine Reihe von Messungen durchgeführt, um die Widerstandsfähigkeit des Prototypen gegen definierte statische Kräfte zu messen und zu belegen.

Belastungstest für die Flügel mit einer Gesamtlast von über 1000kg

Die Tests sind bis auf einige Details soweit erfolgreich verlaufen, dass wir die Flugerprobung bald beginnen können. Zuvor muss noch ein Ausstoßsimulation für das Gesamtrettungssystem durchgeführt werden und Motor, Haube sowie Instrumente müssen eingebaut werden.

Der Prototyp

Auf der Basis des CAD-Modells entwickelte Klenhart Design den ersten Birdy-Prototyp. Sechs NC-Formen wurden gefräst, laminiert, geschliffen und poliert. Dann konnten die ersten Bauteile entstanden.

Form für die Birdy-Kabine

Am 7. April 2019 fand schließlich die Hochzeit statt, die Flügel passten auf Anhieb und der Prototyp nahm endlich konkrete Formen an:

Hochzeit des Prototypen

So konnten wir den noch taufrischen Prototyp auf der AERO 2019 dem Publikum vorstellen. Er erhielt viel Aufmerksamkeit und eine Reihe von Interessenten trugen sich in die ausliegenden Listen ein.

Birdy-Prototyp auf der AERO 2019

Birdy

Es sollte ein leichter, einfach zu fliegender, elektrisch angetriebener 120kg Motorsegler mit sehr guten Segeleigenschaften werden, der von den Mitgliedern des DVLL als Bausatz oder Fertigflugzeug erworben werden kann. Mit einem optionalen Anhänger sollte es der Birdy ermöglichen, individuell und unabhängig auf jedem Startplatz zu starten, per Motor eine gute Ausgangshöhe zu erreichen und nach dem Segelflug in jedem Fall auch wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren – oder einfach gemütliches Luftwandern zu ermöglichen.

Die Idee des Bird: klein, effizient, leicht zu fliegen, aufrechte Sitzposition, dennoch Gleitzahl 1:40

Das Konzept

Die Idee war, Birdy zunächst als Bausatz mit abgeschlossener Muster-prüfung anzubieten, um die finanzielle Einstiegsbarrieren und das Risiko für eine Zulassung möglichst niedrig zu halten. Die Montage aus den gelieferten Bauteilen sollte relativ einfach und risikoarm sein, da alle für die Flugsicherheit relevanten Arbeitsgänge, insbesondere die Verklebung der Flügel und der Rumpfhälften, bereits erledigt sind. Der DVLL will zusätzlich Aufbaukurse anbieten, um auch weniger erfahrenen Interessenten den Bau des Flugzeugs zu ermöglichen. Ebenso kann eine baubegleitende Bau- und Stückprüfung auf Anforderung durch den jeweiligen Erbauer organisiert werden.

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